Die Redewendunge "Von Tuten und Blasen keine Ahnung haben" stammt aus dem Mittelalter, als der am wenigsten angesehene Beruf der des Nachtwächters war, dessen einzige Aufgabe es war, nachts wach zu bleiben und bei Gefahr ins Horn zu stoßen. Wer selbst dafür zu doof war, dem war nicht mehr zu helfen.
Die so beliebte von Romy Schneider verkörperte Kaiserin von Österreich wird auf Deutsch "Sisi" geschrieben und auf Italienisch "Sissi".
Das Wort "Panik" leitet sich vom Hirtengott Pan ab, weil er, wenn ihn jemand bei seinem Mittagsschläfchen störte, die Herde aufzuscheuchen pflegte und damit in Schrecken versetzte.
Der traditionelle Gruß der Maori heißt "Hongi" (das Wort der Maori für Riechen), ein Zusammenpappen von Stirn und Nase, begleitet von 2 kurzen Schnaufern, macht aus einem Besucher einen Menschen des Landes, dadurch dass der "Lebensatem" ausgetauscht wird.
Und zu guter Letzt Faszinierendes aus meinem Kuba-Reiseführer:
2008 hat die staatliche Ölgesellschaft Cubapetroleo eine Schätzung angestellt, laut der ungefähr 21 Milliarden Barrel (ca. 3000 Mrd. Liter) Öl in kubanischen Gewässern lagern, womit Kuba zu den 20 Top-Lieferanten weltweit zählen und sogar die USA überholen könnte.
"Was hast du eigentlich jetzt 4 Stunden lang gemacht?"
"Das ist doch ganz schnell erledigt."
"Bist du sicher, dass man das auf Italienisch so sagen kann?"
"Du, ich komm heute nicht, hab 37,5 Fieber."
"Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und dürfen daher erst ab 11 eine rauchen gehen."
Alle Sätze, die mit "Liebes", "Schnucki" oder (wenn's brennt) "Amore mio" anfangen. Die bedeuten nämlich einen Haufen Arbeit.
Heute war wieder mal so ein Tag, wo fast alle diese Dinge zusammenkamen. Der Synergie-Effekt war enervierend, what with Fieber und allgemeiner Motivationslosigkeit.
Ah, und dann ist da noch der Stress, der bei manchen Mitarbeitern zu lustigen Äußerungen führt. So z.B. bei Mister M, der mich am Handy anrief, um mir etwas Lebenswichtiges mitzuteilen, und auf meinen Einwand, ich könnte ihn nicht hören, entnervt ins Telefon schrie:
"Wie, du kannst mich nicht hören? Natürlich kannst du mich hören!!!"
Für manche Menschen ist der Begriff "höhere Gewalt" ein Fremdwort.
ich habe genau 2. und bin sehr, sehr froh darüber.
Laut dem vom uniformierten Fiesling ausgestellten Wisch musste ich heute morgen um 11.34 (!) Uhr auf dem Polizeirevier antreten, um Gs Reisepass abzuholen. Und die Seifenoper ging weiter.
Mit dem fertigen Pass in der Hand erwartet mich der böse Bulle bereits. Wie ich nach dem Dokument greife, legt er seine Hand darauf und meint: "Was machst du mit dem armen Jungen?"
Ich so: "Verreisen?"
"Der war doch noch nie am Meer."
"Hören Sie, er wird zwar nicht viel geredet haben mit Ihnen, aber ich versichere Ihnen, dass er keinesfalls so doof ist, wie Sie ihn hinstellen."
Er schiebt mir den Pass herüber. "Kannst ruhig du zu mir sagen. Und nein, das wollte ich damit nicht andeuten. Er ist ein guter Junge."
"Aha. Und jetzt, darf ich Ihnen, äh, dir einen Kaffee spendieren, dafür dass alles so schnell geklappt hat?"
Die gönnerhafte Andeutung eines Lächelns. "Na, das mache ich, sonst heißt es noch, die Polizei hat kein Geld."
Gar nicht lächelnd antworte ich: "Aber schnell, ich habe nicht viel Zeit. Mein Auto steht im Parkverbot."
Gespielt verzweifeltes Kopfschütteln. "Pringle, Pringle, was mache ich bloß mit dir."
Beim Kaffee mustert er mich gespielt nachdenklich. "Ich frage mich, warum ich mich an dich erinnere."
"Na hör mal, dieses Gesicht vergisst man doch nicht."
"Natürlich, natürlich. Ich erinnere mich, dass du wunderschöne Augen hattest."
Wie bitte? "Ach so, hatte ich die?"
"Ja, und das letzte Mal warst du mit einer Freundin hier."
Aha, daher weht der Wind. Ich kann mich noch gut erinnern, meine strohdummeblonde Freundin X hatte mich damals begleitet, und das mit dem Pass war innerhalb von einer Stunde über die Bühne gegangen.
Nach einer Weile belangloser Plauderei über besagte Freundin, zu der ich leider seit 2 Jahren keinen Kontakt mehr habe, wieder ein prüfender Blick: "Ihr seid aber noch nicht lange zusammen, du und der Hirte, oder?"
"Nö. Einen Monat."
"Aha. Und wie habt ihr euch kennengelernt?"
Ich zögere. Und erliege der Versuchung: "Er war mein Schüler."
Joah, ein echtes Pokerface. Ohne mit der Wimper zu zucken, führt er den Small talk fort: "Oh, du warst Lehrerin?"
Yup.
"Und jetzt aber nicht mehr?"
For obvious reasons.
"Na, dann."
Wieder zuhause, ruft G an: "Und, wie wars, warst du pünktlich da? Was hat er diesmal gesagt?"
"Dass du ein guter Junge bist."
Da lacht er wieder. Und ich mit ihm. In 2 Monaten geht's los.
Reisepläne mit Mister G.
Kuba steht auf dem Plan, und da ich heute meinen Pass abholen musste, nahm ich G mit, der ihn erst neu machen musste.
Treuherzig folgte er mir zunächst in die Post, zahlte brav die Gebühr ein, ließ Passfotos von sich machen, auf denen er aussieht wie der Irre, der er manchmal ist, weil man nach neuester EU-Richtlinie ja nicht mehr lächeln darf, und ehe er sich's versah, saß er auch schon neben mir auf dem Polizeirevier vor einem schmierig grinsenden Beamten, der mich zu allem Überfluss auch noch kannte.
Nach einigem Hin und Her, während dessen sich der Typ einen Spaß draus machte, mich auf den Arm zu nehmen, händigte er mir endlich den heiß ersehnten Wisch aus und wandte sich dem Jungen a meiner Seite zu, der sich sichtlich unwohl fühlte: "E lui, cosa vuole?"
"Deve farlo, il passaporto."
"Parlo con lui, non con te. Chi sei, il suo avvocato?"
Woraufhin G erwiderte: "Non parlo bene l'italiano."
Das hinderte den (offiziell zweisprachigen) Beamten nicht daran, die ganze weitere Unterhaltung auf Italienisch zu führen. Ich hoffte inständig, dass der vor Zorn bleiche G sich zusammenreißen würde, und meine Gebete wurden erhört. Er muss mich wirklich sehr mögen, denn das Kreuzverhör, dem er unterzogen wurde, hatte der uniformierte Clown wohl aus einem billigen Polizeistreifen aus den Siebzigern abgeschaut. Zum Glück bekam mein Süßer die Worte des Kerls nicht mit, als der ihm den Zettel zur Unterschrift vorlegte:
"Sai firmare?"