mich für etwas nicht interessieren, was teil deines lebens ist?
Am 07.07.2007 hatte ich 7 Stunden lang Sex.
Nachdem ich am Montag am Boden zerstört war, weil sich mein Buchprojekt mangels Beteiligung/Akzeptanz/Wohlwollen der ProtagonistInnen in Luft aufzulösen schien, schöpfte ich gestern wieder Mut. Nach einem Gespräch mit zwei sehr unterhaltsamen Damen, die mit Freude und Stolz bereit sind, für meine Kurzgeschichtensammlung aus dem Nähkästchen zu plaudern und meine Schreibe bewunderten (jahaa, billig, geht aber runter wie Öl), fasste ich mir ein Herz, unterschrieb den Verlagsvertrag und schickte ihn heute morgen ab. Demnächst Fotoshooting in Bärlin.
"I told you, we are very similar. Every project we start turns into a success."
(irgendso'n Südafrikaner)
"Wie möchtest du deinen Geburtstag feiern?"
"Mit einem Haufen Geschenke!"
"Das schmink dir mal ab, von mir kriegst du nichts."
"Auch nicht zu unserem Einjährigen?" werfe ich schmollend ein.
"Da schon gar nicht. Zeit spielt doch keine Rolle. Ich will doch unsere Liebe nicht in Minuten messen."
"Na schön."
"Also? Wen willst du einladen?"
"Ich dachte mir, vielleicht sollte ich nach den Menschenaufläufen der letzten Jahre mal was Ruhiges machen und meine Eltern einladen."
"Oh ja, hierher auf die Alm, dann sehen sie mich mal bei der Arbeit. Und meine Eltern kommen auch rauf, dann lernen sie sich mal alle kennen. Wird eh Zeit."
"Zeit, soso... Oh Gott. Vor diesem Zusammentreffen hab ich jetzt schon Schiss."
"Wird schon nicht so schlimm. Sieh mal, mein Vater wird deinem Vater in den Arsch kriechen, weil dein Vater eine Autoritätsperson ist und meiner ein kleiner Schleimer..."
"...stimmt doch gar nicht. Autoritätsperson, pah. Und wie sprichst du überhaupt von deinem Vater?"
"Wenn es aber doch stimmt. Der kriecht ihm bestimmt in den Arsch. Wir können nur hoffen, dass er sich mehr mit deiner Mutter abgibt. Die kann er volltexten, die hört eh nicht gut."
"Hihi, das stimmt. Und dann können Sie sich gegenseitig ihr Gutmenschentum unter die Nase reiben..."
"...während meine Mutter und dein Vater sich blendend verstehen, weil sie ja 'was Besseres' sind. Macher, keine Blumenkinder. Noch dazu aus dem gehobenen Bürgertum."
"Natürlich! Dass ich daran nicht gedacht habe. Dein Vater war ja in den Augen seiner Schwiegereltern nie gut genug für deine Mutter, ebenso wie meine Mutter nie gut genug für meinen Vater war."
"Weißt du, ich hoffe, sie haben daraus gelernt. Außerdem passen eine brotlose Schriftstellerin und ein durchgeknallter Kuhhirte eh nicht schlecht zueinander."
Wir prusten los.
Aus beruflichen Gründen ziehe ich mir gerade die erste Staffel von "Cougar Town" rein. Und bin angenehm überrascht.
Und weil um 11 Uhr Feierabend ist, gibt's jetzt zum Vergnügen "Videocracy" (auf ORF, weil in Italien zensiert).