papelónes
Manchmal reichen 160 Zeichen nicht aus, um jemandem zu sagen, dass man ihn liebt.
"Was hast du eigentlich jetzt 4 Stunden lang gemacht?"
"Das ist doch ganz schnell erledigt."
"Bist du sicher, dass man das auf Italienisch so sagen kann?"
"Du, ich komm heute nicht, hab 37,5 Fieber."
"Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und dürfen daher erst ab 11 eine rauchen gehen."
Alle Sätze, die mit "Liebes", "Schnucki" oder (wenn's brennt) "Amore mio" anfangen. Die bedeuten nämlich einen Haufen Arbeit.
Heute war wieder mal so ein Tag, wo fast alle diese Dinge zusammenkamen. Der Synergie-Effekt war enervierend, what with Fieber und allgemeiner Motivationslosigkeit.
Ah, und dann ist da noch der Stress, der bei manchen Mitarbeitern zu lustigen Äußerungen führt. So z.B. bei Mister M, der mich am Handy anrief, um mir etwas Lebenswichtiges mitzuteilen, und auf meinen Einwand, ich könnte ihn nicht hören, entnervt ins Telefon schrie:
"Wie, du kannst mich nicht hören? Natürlich kannst du mich hören!!!"
Für manche Menschen ist der Begriff "höhere Gewalt" ein Fremdwort.
liegt auf 2000 Metern. Gestern hatten wir Gesellschaft von Mister D, der vor der Hütte in der Sonne saß, auf seiner Gitarre herumklimperte und alle Passanten mit einem schallenden "Grüß Gott!" begrüßte. Eine italienische Touristin blieb stehen und fragte ihn neugierig, ob er denn hier arbeite. Seine Antwort:
"Na, I'm qua in ferie."
Seit dem Reinfall mit dem Fettnäpfchen, das mich wiederholt an der Nase rumgeführt hat, bin ich - ohne es richtig zu merken - etwas vorsichtiger mit meinen teeniehaften Gefühlswallungen geworden. Ist ja schon etwas beschissen, wenn einem dieser Typ das Gefühl gibt, ernsthaft interessiert zu sein und man schließlich merkt, dass er nur mal zur Abwechslung eine mit kurzen Haaren/Tattoo/Hirn flachlegen wollte.
Blöd nur, wenn man dann den nächsten Typen, den man eigentlich so richtig gut findet, vor den Kopf stößt, indem man einen auf coole Sau macht, dieselbe so richtig rauslässt, ihn trotzdem - weil stockbesoffen - mit nach Hause nimmt, nur um ihn übelst zu beschimpfen und nicht einmal auf die Idee kommt, dass er ernsthaft Interesse an einem haben könnte.
Es heißt "Arsch" und nicht "Hintern".
Verwirrt schaue ich unsere Empfangsdame an, die dreinblickt wie ein wilder Stier:
"Wieso schaust du denn so böse?"
"Gut siehst du aus. Hast du heute noch ein Date?"
"Nein, aber gestern gesoffen."
"Oh. Steht dir gut. Solltest du öfter machen."
Guter Vorsatz für nächstes Silvester: Stativ mitnehmen.
Mister M: "So gehst du heute aus, dann glauben alle, du seist 'ne Transe und dann kommen wir überall gratis rein!"
Habe mich dann doch für einen etwas anderen Look entschieden. Mister M wurde erst gegen Morgen etwas müde.
Während Black Mamba zuhause den Schlaf der Gerechten schlief.
tropensturm in vietnam, soso. wir sitzen fest in pnomh penh. nicht der uebelste ort, wenngleich mister t den koller kriegt.
memorable quotes by mister t:
"it's a full time job being a tourist in cambodia" (angesichts der bettelnden kinder und strassenverkaeufer)
"ich dachte immer, asiatische frauen seien erotisch, aber langsam gehen sie mir nur noch auf die eier" (nachdem ich ihn eine nacht alleine am strand gelassen hatte)
morgen geht's in die killing fields und ins foltermuseum, etwas elendstourismus muss sein. danach steht vietnam auf dem plan, wenn das wetter mitspielt. ich habe mich noch nicht selbst gefunden, stattdessen sehr viele neue eindruecke, die billigsten t-shirts (russian market in pp), den dreckigsten strand (sihanoukville) und ausgesprochen nette reisegefaehrten aus kanada, schweden und suedafrika. geld ist bald alle, aber man lebt nur einmal. und den gedanken an die anstehende jobsuche habe ich bisher erfolgreich verdraengt... hrhrhr.