papelónes

Montag, 26. Mai 2014

Ich bin wieder hier

Himmel, wie die Zeit vergeht.

Tausendmal sorry, dass ich dieses Blog hier so sträflich vernachlässigt habe. Aber damit ist jetzt Schluss. Als Mensch, der sich von Dingen (Mistern, Orten, Arbeitsstellen, die Liste ist beliebig fortsetzbar) ziemlich leicht(fertig) trennt, muss ich jedoch sagen, dass ich das hier richtiggehend vermisst habe. Und mir jetzt ganz, ganz fest vornehme, wieder mehr hier rumzuhängen (dazu gehört auch das Nachlesen eurer Beiträge, worauf ich mich ja wiederum freue).

Kurzes Update zum letzten Jahr: das Rauchen habe ich natürlich nach einer Woche wieder angefangen (NIchtrauchen verträgt sich nicht mit lauen Sommerabenden und Hugo-Trinken... *seufz*), ansonsten ist so ziemlich alles beim Alten. Keine Mistergeschichten, das heißt, nur mehr die eine *g* - jawoll, die Schmetterlinge mit McDreamy sind immer noch da, obwohl ich jetzt bei ihm wohne und wir uns sogar noch mehr Viecher angeschafft haben (dazu später mehr).

Mein Leben spielt sich zunehmend weniger in Kneipen und Nachtlokalen ab, nicht, dass ich keine Lust dazu hätte, aber das Nachtleben hier in den Bergen ist zusammen mit einigen Freundschaften einen langsamen Tod gestorben (auch dazu später mehr - so leicht es mir fällt, meine Mister in den Wind zu schießen, so sehr leide ich, wenn ich von Freunden enttäuscht werde...). Außerdem bin ich so verliebt, dass ich gerne sehr, sehr viel Zeit mit meinem Lieblingsmann verbringe. Weil der hat es noch nie geschafft, das mit dem Enttäuschen.

Erstaunlicherweise bin ich auch mal wieder einem Job länger als ein Jahr treu geblieben, zum Einen, weil er mir gefällt und zum Anderen, weil ich so richtig gefordert bin (manchmal etwas zu sehr, was meine außerberufliche Schreibtätigkeit beeinträchtigt und manchmal sogar blockiert - nach einem anstrengenden Arbeitstag kommt es schon mal vor, dass man sich lieber den Bachelor oder ein Fußballspiel reinzieht, um abzuschalten... ich schäme mich auch ganz doll).

Und falls mir das Lehrersein mal sehr fehlen sollte, kann ich mir ja immer noch ein zweites Standbein aufstellen. Womit wir wieder beim Pole Dance wären, dem ich (man lese und staune, ich, Miss Pringle, das unsportlichste Wesen unter der Sonne) auch treu geblieben bin *g*. Dazu auch später mehr. Vielleicht. Sobald ich die traurige Tatsache überwunden habe, dass meine neue Lieblingssportart bei den provinziellen Pseudohipstern hier nicht so gut ankommt ("Wie, Tabledance? Verlangst du dann auch Geld dafür?").

Soweit, so geregelt, die Bahnen. Und jetzt geht's in die Heia. So long, und bis bald (aber echt jetzt). Bussibussi!

Donnerstag, 17. Mai 2012

Wayne

Mister A will wissen, wie ich sein neues Haus finde, in das er eigentlich mit mir einziehen wollte und das jetzt mit einer Anderen bezieht. Auch erzählt er mir von seinem Arbeitsalltag. Weil man mit mir ja über alles reden kann.

Mister L erzählt mit Stolz, wie groß sein Kind schon ist, das er vor sechs Monaten versehentlich mit einer Frau gemacht hat, mit der er nicht vorhat zusammenzubleiben. Weil mich das natürlich brennend interessiert.

Nun gut, wenigstens reden meine Ex-Mister noch mit mir (wenngleich nur Müll). Die Ex-Missen dagegen zicken auf höchstem Niveau. Weil mich das fast gar nicht ankotzt.

Samstag, 28. April 2012

Die Franzosen mal wieder

Ähnlich wie die Frau Testsiegerin bin auch ich auf eine Wahnsinnsmeldung gestoßen.

Selbstzerstörerisch

Dienstag, 27. Juli 2010

Der Gewitterabend

O die roten Abendstunden!
Flimmernd schwankt am offenen Fenster
Weinlaub wirr ins Blau gewunden,
Drinnen nisten Angstgespenster.

Staub tanzt im Gestank der Gossen.
Klirrend stößt der Wind in Scheiben.
Einen Zug von wilden Rossen
Blitze grelle Wolken treiben.

Laut zerspringt der Weiherspiegel.
Möven schrein am Fensterrahmen.
Feuerreiter sprengt vom Hügel
Und zerschellt im Tann zu Flammen.

Kranke kreischen im Spitale.
Bläulich schwirrt der Nacht Gefieder.
Glitzernd braust mit einem Male
Regen auf die Dächer nieder.

(G. Trakl)

In Erinnerung an meine Maturaprüfung. Dankeschön auch meinen Deutschlehrer Mister T ("...den Trakl, den machma nimma durch, der kommt eh nicht bei der Prüfung.").

Auch lustig: war in Südtirols monopolistischem Bauernverlagshaus der Buchhandlung. Auf meine Frage, ob sie das neue Buch von Kurt Vonnegut hätten, schaute mich die etwa 12jährige Verkäuferin (die wie als Alibi ein Buch in der Hand hielt, wahrscheinlich Coelho) aus großen Augen an, prustete dann los und meinte: "Also von dem hab ich ja noch nie gehört!" Ja, dann. Gibt's ihn vielleicht gar nicht. Weil, auch der Computer spuckt nichts aus. Also so gar nichts. Und das sei halt schon seltsam, meinte Teenie und kehrte zurück zu ihrer Heulsuse am Fluss oder whatever.

Und meine Leute machen sich sorgen, dass irgendwer in meinem Kaff der ganzen Provinz mein Buch in der Buchhandlung entdecken wird, sobald es herauskommt. Pfff.

Mittwoch, 7. Juli 2010

Aus der Reihe: Ereignisse, die man nicht vergisst

Am 07.07.2007 hatte ich 7 Stunden lang Sex.

Sonntag, 4. Juli 2010

Weiterbildung

Aus beruflichen Gründen ziehe ich mir gerade die erste Staffel von "Cougar Town" rein. Und bin angenehm überrascht.

Und weil um 11 Uhr Feierabend ist, gibt's jetzt zum Vergnügen "Videocracy" (auf ORF, weil in Italien zensiert).

Dienstag, 13. Oktober 2009

tricky

Manchmal reichen 160 Zeichen nicht aus, um jemandem zu sagen, dass man ihn liebt.

Freitag, 18. September 2009

Was ich bei der Arbeit nie, NIE!, hören möchte.

"Was hast du eigentlich jetzt 4 Stunden lang gemacht?"
"Das ist doch ganz schnell erledigt."
"Bist du sicher, dass man das auf Italienisch so sagen kann?"
"Du, ich komm heute nicht, hab 37,5 Fieber."
"Wir müssen mit gutem Beispiel vorangehen und dürfen daher erst ab 11 eine rauchen gehen."
Alle Sätze, die mit "Liebes", "Schnucki" oder (wenn's brennt) "Amore mio" anfangen. Die bedeuten nämlich einen Haufen Arbeit.

Heute war wieder mal so ein Tag, wo fast alle diese Dinge zusammenkamen. Der Synergie-Effekt war enervierend, what with Fieber und allgemeiner Motivationslosigkeit.

Ah, und dann ist da noch der Stress, der bei manchen Mitarbeitern zu lustigen Äußerungen führt. So z.B. bei Mister M, der mich am Handy anrief, um mir etwas Lebenswichtiges mitzuteilen, und auf meinen Einwand, ich könnte ihn nicht hören, entnervt ins Telefon schrie:

"Wie, du kannst mich nicht hören? Natürlich kannst du mich hören!!!"

Für manche Menschen ist der Begriff "höhere Gewalt" ein Fremdwort.

Mittwoch, 2. September 2009

Unsere Insel

liegt auf 2000 Metern. Gestern hatten wir Gesellschaft von Mister D, der vor der Hütte in der Sonne saß, auf seiner Gitarre herumklimperte und alle Passanten mit einem schallenden "Grüß Gott!" begrüßte. Eine italienische Touristin blieb stehen und fragte ihn neugierig, ob er denn hier arbeite. Seine Antwort:

"Na, I'm qua in ferie."

Mittwoch, 29. Juli 2009

Das Fettnäpfchen und die Folgen

Seit dem Reinfall mit dem Fettnäpfchen, das mich wiederholt an der Nase rumgeführt hat, bin ich - ohne es richtig zu merken - etwas vorsichtiger mit meinen teeniehaften Gefühlswallungen geworden. Ist ja schon etwas beschissen, wenn einem dieser Typ das Gefühl gibt, ernsthaft interessiert zu sein und man schließlich merkt, dass er nur mal zur Abwechslung eine mit kurzen Haaren/Tattoo/Hirn flachlegen wollte.

Blöd nur, wenn man dann den nächsten Typen, den man eigentlich so richtig gut findet, vor den Kopf stößt, indem man einen auf coole Sau macht, dieselbe so richtig rauslässt, ihn trotzdem - weil stockbesoffen - mit nach Hause nimmt, nur um ihn übelst zu beschimpfen und nicht einmal auf die Idee kommt, dass er ernsthaft Interesse an einem haben könnte.

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