papachos

Sonntag, 15. Juni 2008

A por ellos!!!

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Donnerstag, 12. Juni 2008

30 ist wirklich kein Alter

Mister P wird heute 30. Zur Feier des Tages ist der Wettergott gnädig und klebt zwei wunderschöne Regenbogen an das Hintergrundbild vor der Stammbar, wo ein Haufen Gäste bei Bier und Veneziani feiert, untermalt vom Grölen der kroatischen Fans und den Stoßseufzern der Deutschen aus dem Fernseher. Mister P blickt zum Himmel und meint:

"Schau, zwei Sonnenbogen!"

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Ebenso feuchtfröhlich die Party von der ebenfalls nunmehr 30jährigen Black Mamba letztes Wochenende. Alkohol und Regen in Strömen am Freitag, schickes Dinner im Schloss bei Cola Zero und Mineralwasser am Tag darauf. Mister T bekochte das Burgfräulein, das Schlossgespenst, die Prinzessin und ihren Hengst mit einem scharfen Thaisüppchen (danke! danke! danke!) und einem hervorragenden Pilze-Gamberi-Risotto. Freue mich auf meinen Geburtstag.

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Mittwoch, 4. Juni 2008

[and I try not to worry, but you've got me terrified]

Gartenarbeit soll ja so entspannend sein. Ich grabe mit bloßen Händen so tief es nur geht, verscharre die schale Erinnerung an die Demütigungen der letzten zehn Monate, zusammen mit den kleinen Brocken puren Glücks, die mir immer wieder vorgeschmissen wurden und die ich aus dummer Nostalgie bis heute aufbewahrt habe. Damit auch nichts mehr Blüten treibt, werde ich wohl den Stein aus meiner Brust reißen und dekorativ in die frische Erde setzen. Rest in peace, Meister. Mit Schweißperlen auf der Stirn und Schmutz unter den Fingernägeln mache ich mich daran, die Beete zu ebnen. Aus einer Ecke blitzt es mir blau entgegen. Die Vergissmeinnicht muss ich nicht mal mehr gießen, die blühen ganz unverhofft von alleine. Wer da wohl am Werk war? Ganz vorsichtig streiche ich über die winzigen Blüten und stelle mir die unvermeidliche Frage, wie lange es dauern wird, bis sie welken. Oder jemand aus Unachtsamkeit darauf herumtrampelt.

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Freitag, 30. Mai 2008

Fenster, aufgerissen.

Gute Laune, unkaputtbar. Du kannst mir nichts, Regen. Vor meiner Nase abfahrender Zug. Mit einem Lächeln grüße ich den lahmen Schalterbeamten, der nun doch recht geknickt aus seinem Guckloch schaut, setze mich ins Auto und fahre los.

Schnupper. Nasser Asphalt mit einer Prise Jasmin und Oleander. Zwischenstopp im Autogrill. Ich liebe Autogrills. -grille? -grilli? Wasn blödes Wort. Egal. Es riecht nach Benzin und Kaffee. Un caffè macchiato e un pacchetto di Fortuna blu, grazie. Ein kleiner Mann räumt meinen Tisch ab und gibt mir Feuer, bevor ich die Zigarette im Mund habe. Wie aufmerksam, dankeschön.

Du kannst mir nichts, schwarzes Loch in meiner Geldtasche. Wenigstens nichts zu verlieren. You're the only song I want to hear. Der Fortbildungskurs in gähnender Langeweile beeindruckt mich nicht im Geringsten. Ich summe innerlich zu den Noten in meinem Kopf und der Leichtigkeit in meinem Herzen. Zähle die Regentropfen. Freue mich, nicht bei der Arbeit zu sitzen.

Und dann ist plötzlich Wochenende. Nichts wie hinaus in den Regen. Ist gut gegen Heuschnupfen. Und gegen Bitterkeit. Bis bald.

Für Mister T.

Montag, 26. Mai 2008

Nicht verliebt.

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Es gibt Dinge, von denen ich weiß, dass ich sie dir nie erzählen darf.

Ich hülle mich in deine Worte wie in eine wärmende Decke. Lasse mich fallen, weil ich nicht die Starke sein muss und meinen müden Kopf an deiner Schulter anlehnen kann. So müde.

Ich kann dir nicht sagen, wie gut es sich anfühlt, wenn du mich im Schlaf umarmst und deine Finger mit meinen verschränkst, als hättest du Angst, ich würde davonlaufen.
Auch kann ich dir nichts von der mulmigen Vorahnung sagen, die ich habe, dass wir uns irgendwann aus purer Sturheit wieder die Köpfe einschlagen werden.

Oh ja. Das wird passieren. Aber bis es soweit ist, genieße ich das, was ist. Mit einem Lächeln, das mir im Gesicht klebt wie dein Schweiß an meinem Körper nach einer schlaflosen Nacht.

[Was heißt hier Meister? Pah. Schlimmer. Besser. Schaurigschön.]

Montag, 19. Mai 2008

Und träumt von fliegenden Fischen. [full version]

In klaren Nächten schaut sie hinauf und sucht ihn zwischen all den bunten Sternen.

Sie hat ihn lange nicht mehr angeschaut. So richtig. Weil er nie lächelt. Er interessiert sie nicht mehr, sie mag ohnehin keine Menschen, die nicht lächeln. Und da steht sie nun inmitten all dieser bunten tanzenden Menschen, und er schaut sie an. So richtig. Und seine Mundwinkel zucken. Nein, er lächelt nicht. Noch nicht richtig. Sie geht auf ihn zu, sieht genauer hin.

Sie spürt seinen Atem. Er verzieht keine Miene.
"Warum lächelst du nie?"

Wortlos nimmt er seinen Hut ab, zieht einen blauen Kugelschreiber aus der Hosentasche und malt mit ernster Miene ein lachendes Gesicht darauf. Dann setzt er ihn ihr auf.
Ihre Augen wandern überrascht nach oben: "Du schenkst mir dein Lächeln?"
Er nickt.
"Das geht nicht. Du brauchst es doch."

Ich würde sogar sagen, dass du dringend mal lächeln solltest.

Und wie er es jetzt einfach tut, inmitten all der bunten tanzenden Menschen, und die Farben und die Musik verblassen, weiß sie es. Er hat sie reingelegt.

Von klarem Wasser erzählt sie ihm, von all den bunten Fischen, die darin treiben, vom Wind, der die Oberfläche zerzaust, was aber egal ist, denn am Meeresgrund gibt es keinen Wind. Keinen Ton, der das Bild kaputtmacht, es gibt nur Stille. Sie bildet Wellen mit Wörtern, sie lassen sich darauf treiben, sinken hinab, erstummen vor der Unendlichkeit der See. Er schweigt und hört zu. Und lächelt. Sie staunt.

"Ich muss dir etwas sagen."

Und er erzählt von Träumen, von Flügelschlägen, die blendendes Licht und Wattewolken durchschneiden, dem Geruch der Freiheit. Malt ihr das Gefühl der Schwerelosigkeit auf die Leinwand ihrer Seele, in allen Blautönen. Alles ist so klein von oben, er selbst wird klein, sonnt sich in Demut. Lächelt. Sie kann das wahrscheinlich nicht verstehen. Sie schaut sich die 1,90 Meter von seinen Fußspitzen bis zum Haarschopf an und versteht ein bisschen.

Er ist auch nicht von hier.

Sein Kopf liegt auf ihrem Bauch, ihre Hände streicheln seine Haare, sie dösen vor sich hin, umhüllt von dem angenehmen Schweigen, das nur ganz selten zwischen zwei Menschen herrscht. Gestundetes Glück. Sie werden es dem Zufall schuldig bleiben.

"Ich will fliegen."
"Warum?"
"Ich will mich finden."
"Ich will schreiben."
"Warum?"
"Ich will mich verlieren."

Auf der Erde finden sie sich, wenn auch nur für einen kurzen, unwirklichen Augenblick. Alles verschwimmt in der flirrenden Luft zwischen ihnen, wenn sie sich auf die Zehenspitzen stellt und er sich zu ihr bückt. Der erste Kuss schmeckt bereits nach Abschied.

Er hält sie ganz fest. Sein Körper an ihrem. Seine Zunge in ihrem Mund. Er raubt ihr den Atem. Sie zerfließt in seinen Armen. Menschen gehen an ihnen vorbei, an der Salzsäule aus Sehnsucht und Bitterkeit, Zärtlichkeit und Verzweiflung. Und schütteln den Kopf über soviel Leichtsinn.

"Hör nicht auf, mich zu küssen."
"Das werde ich nicht."

Lügner.

Und sie sieht sich mit ihm am Ufer stehen, wenn die ersten Regentropfen fallen. Auf ihr Spiegelbild im Wasser einprasseln und das Bild zerstören, Tropfen für Tropfen. Zuerst verschwinden die Konturen, dann zerfließen sie, werden getrennt, lösen sich auf im Wasser, das von überallher kommt. Von oben. Von unten. Das sie holt. Auseinanderreißt.

Sie liegt auf dem Grund des Meeres und lächelt nicht mehr. Das Wasser ist kalt, aber sie spürt es nicht. Sie schaut nach oben, wo sich das Tageslicht im Wasser bricht und Muster malt, schaut durch den Spiegel hindurch und wartet darauf, dass diese verdammte Sonne endlich verschwindet, damit sie den Himmel sehen kann.

Um sie herum wimmelt es von bunten tanzenden Fischen, und sie hat nicht das geringste Verlangen, auch nur nach einem von ihnen die Hand auszustrecken.

Für D. Viel Glück da oben.

Sonntag, 18. Mai 2008

Warum?

Würde ich gerne fragen, bin mir aber nicht sicher, ob es einen Grund gibt. Ob ich wirklich immer allen Dingen auf den Grund gehen muss. Ob es nicht schöner und richtiger ist, manches ungesagt, unerklärt und unverstanden zu lassen. Oder ob das nur wieder eine meiner Strategien ist, die ich zu meterhohen Zäunen um mich herum flechte.

So manche starke Schulter erweist sich als ziemlich instabile Angelegenheit, sobald man sich daran anzulehnen versucht, im Glauben, seinen Meister gefunden zu haben. Dabei ist das im Moment alles, was ich brauche. Und auch kriege. Und noch viel mehr. Pringle kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Dienstag, 13. Mai 2008

Wochenende

Seit ich nicht mehr rauche, bin ich ein anderer Mensch.

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Streichelzoo auf Abwegen

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Villa with a view

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Für Cali

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Montag, 5. Mai 2008

*schnurr*

Kollegin L um 10 Uhr morgens zu einer völlig übernächtigten Miss Pringle:

"Ma sai che oggi somigli proprio a Audrey Hepburn!"

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Samstag, 3. Mai 2008

Plan B

Man kann auch mit dem kleinen Bruder des Meisters nach Hause gehen.

Darf sich dann aber nicht wundern, wenn selbiger fuchsteufelswild wird.

Reumütig streicht Pringle nach den Zigaretten nun auch noch den Alkohol und den Sex.

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