Sonntag, 8. März 2009

...

Mir ist fad. Das artet normalerweise immer in irgendwelchen schrägen Aktionen aus, aber gerade ist mir einfach nur fad. Punkt.

Mittwoch, 4. März 2009

Morgens, 9 Uhr in Pringletown.

Verwirrt schaue ich unsere Empfangsdame an, die dreinblickt wie ein wilder Stier:

"Wieso schaust du denn so böse?"
"Gut siehst du aus. Hast du heute noch ein Date?"
"Nein, aber gestern gesoffen."
"Oh. Steht dir gut. Solltest du öfter machen."

Sonntag, 1. März 2009

Andere Gedanken

Was hilft:

Gute Vorsätze (Wohnung putzen, Sport)
Zeitvertreib (Kleiderschrank ausmisten, Der Teufel trägt Prada)
Listen (10 Dinge, die ich an ihm hasse)

Könntest du bitte einfach aus meinem Kopf verschwinden?

Von menschlichen Makeln

Während der Raucherpause mit Miss S dreht sich das Gespräch um Frauen und Problemzonen. Miss S gesteht mir, dass sie schon mal überlegt hat, ihre abstehenden Ohren mit einem chirurgischen Eingriff anlegen zu lassen. Sie würde sich nämlich gerne auch mal die Haare zu einem Pferdeschwanz binden oder hinaufstecken. Ich finde das gar nicht so schlimm und gestehe ihr, dass ich, wenn überhaupt, meine Nase verkleinern lassen würde. Die kann ich ja schlecht unter meiner Frisur verstecken.

Am nächsten Tag laufe ich mit einem gehetzten "Guten Morgen" an ihrem Büro vorbei in Richtung mein eigenes, drehe dann aber nochmal um. Lächelnd schließe ich die Glastür hinter mir und sage: "Nette Frisur, steht dir gut." Sie grinst mich an: "Ich dachte mir, wenn du deinen Schönheitsfehler schon mitten im Gesicht trägst, kann ich ja auch zu meinem stehen."

Muh.

Wie ich am Freitag so schwindlig unterwegs war, habe ich ja meinen Ex-Schüler V getroffen, einen meiner drei Lieblingsschüler. Gestern erreichte mich folgende SMS:

"Weißt du, was mir passiert ist? Ich bin um halb drei Uhr nach Hause, da hat eine unserer Kühe gekalbt und ich musste Geburtshelfer spielen. Und jetzt rate mal, wie das Kalb heißt?:)"

Was für eine Ehre. Jetzt bin ich doch tatsächlich Patentante eines neugeborenen Kälbchens im Gsieser Tal.

Samstag, 28. Februar 2009

Nach dem Absturz

Fluchend gehe ich ans Telefon, das seit 11 Uhr morgens durch die Watte in meinem Kopf zu den temporär deaktivierten (weil in Vodka eingelegten) Gehirnzellen vorzudringen versucht. Wer stört? Oh, der Grund für meine hemmungslose Saufpartie gestern.

Er wolle mir nur sagen, dass er gut zurück in seiner Heimat sei. Ob ich noch schlafe. Ob ich ausgegangen sei. Ach, abgestürzt? Er lacht. Ich versuche ihm zu erklären, warum der Tag, an dem er den Kontinent endgültig verließ, schlimmer war als der unseres Abschieds. Und ich glaube, er versteht. "I miss you", sagt er.

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