was sind wir doch für oberflächliche arschlöcher die wir denken die alte kriegt jetzt keinen ton raus denn wo soll eine 47jährige pott(s)hässliche arbeitslose aus der schottischen pampa schon singen gelernt haben
Fast bleibt mir mein allabendlicher Frustfraß (heute: Mannerschnitten) in der Kehle stecken.
Ich blinzle den Meister an:
"Was willst du mir sagen?"
"Mir ging das alles zu schnell."
"Aha. Die ganze Beziehungssache, hm?"
"Ja, genau. So weit wollte ich eigentlich gar nicht gehen."
"Bist du aber. Ich habe eigentlich damit gerechnet, dass du die Flucht ergreifst, du aber wolltest es versuchen."
"Ich weiß, aber es fühlt sich einfach nicht richtig an."
"Was du nicht sagst."
Er reißt die Augen auf. "Wie jetzt, für dich auch nicht?"
"Nein."
"Ja... und wann wolltest du mir das sagen?"
"Gar nicht, ich wusste ja, du würdest mir zuvorkommen."
"Du Miststück."
"Ich weiß. Willst du jetzt gehen?"
"Na ja, ich hatte schon vor, noch eine Weile zu bleiben."
"Anstandshalber?"
"Sieh mal, es ist doch eine etwas... seltsame Situation."
Ich muss lachen. "Seltsam ist das richtige Wort. Vor allem, wenn man bedenkt, dass du nach 10 Tagen mit mir Schluss machst, von denen ich 7 mit meinem Lover verbracht habe und nachdem wir uns 2 Tage aus dem Weg gegangen sind."
"So umschrieben klingt das ja richtig komisch."
"Ist es auch. Und jetzt verschwinde."
"Okay, ich geh' ja schon. Aber wir reden schon noch miteinander, oder?"
"Ja, klar."
"Und..."
"Das auch."
Ich schließe die Tür hinter ihm und lächle. Erleichtert. Dachte ich's mir doch. Es kann nur keinen geben.
Jede Nacht wachen wir auf. Einer zuerst, und auch wenn er ganz still daliegt, öffnet sofort auch der andere die Augen. Wir grinsen uns an im Dunkeln. Rücken näher zusammen. Schlafen sofort wieder ein, oder auch nicht. Morgens, wenn uns unsere fünf Wecker aus dem Schlaf klingeln, legt der Schnellere von beiden den Arm um den anderen, um ihn daran zu hindern, sofort aufzustehen. Unsere Rituale haben feste Uhrzeiten. Abends, wenn ich nach Hause komme, riecht die Wohnung noch nach dir. Oder schon wieder. Du bist ziemlich oft da, in letzter Zeit. Ich habe schon lange damit aufgehört, mir Gedanken zu machen. Fragen zu stellen nach deinen Absichten, denn ich weiß, du hast keine. Alles ist verschwommen und unwirklich in diesen langen Nächten, die und in denen wir uns gehören.
Am Tag teilt sich unsere Welt wieder, in deine und meine. Noch im Morgengrauen setze ich dich vor deiner Haustür ab. Ich wende mich ab: Dein Vater steht vor uns. Du siehst mich an: Ich weiß.
Und küsst mich. Mitten auf den Mund. Einfach so.
***with the moon I run far from the carnage of the fiery sun***
Verwirrt mich, dieser Winter. Sogar der Schnee ist jeden Tag anders. Letztens waren da diese winzigen harten Kügelchen, nicht richtig Hagel, mehr so wie Minischneebälle, die mit einem leisen "plock" an meiner Schildmütze abprallten. Und dann gestern. Silberne gefrorene Schneetropfen, die durch die schneidend kalte Luft taumelten wie wir durch die Nacht. Demnächst wohl wieder ordentliche, dicke Flocken, die alles unter einer weichen Decke begraben, damit wir auf dem weißen Leintuch frische Spuren hinterlassen können. Ohne auszurutschen.
...wenn das Leben einen mit so viel Schönem überhäuft, dass das mulmige Gefühl in einem aufkeimt, es müsste wohl bald wieder abwärts gehen? Oder bin nur ich so misstrauisch?
Was für ein Tag. Danke, Black Mamba, für den Ski-Unterricht. Dank an das Wetter fürs Mitspielen, an den Meister fürs Einfach-nur-dasein und an den weißen Zulu für die guten Neuigkeiten.
wenn alles was wir gemeinsam haben ist dass wir den anderen nicht verstehen dann können wir auch damit aufhören uns wehzutun. wie oft müssen wir uns die finger verbrennen bis sie taub werden und wie oft anschreien dass uns die ohren abfallen. zu boden wo unsere herzen in klumpen liegen schwarz kalt blind wie unsere augen weil wir den wald nicht sehen und darin verlorengehen. die ersten tränen des jahres sind für dich.